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Zusammenfassung
Heft 31:
Hydrogeology of the Kalahari in north-eastern Namibia
with special emphasis on groundwater recharge, flow modelling and hydrochemistry
[Hydrogeologie der Kalahari in NE-Namibia unter besonderer Berücksichtigung
von Grundwasserneubildung, Grundwasserfließmodellierung und Hydrochemie]
Heike Klock
Kurzfassung: Diese
Studie hat sich mit den hydrogeologischen und hydrochemischen Gegebenheiten
im nordnamibischen Kalahari-Einzugsgebiet befaßt. Dabei sind Prozeßverständnis,
Quantifizierung und Regionalisierung für die Grundwassserneubildung
erarbeitet worden. Das semiaride Arbeitsgebiets ist durch eine bimodale
Oberflächenbeschaffenheiten gekennzeichnet: Festgesteinsgebiete
erlauben schnelle Infiltration entlang von Klüften und Karsthohlräumen,
während Gebiete die mit Lockersedimenten überdeckt sind, wenig
Neubildung über die Matrix erfahren und Makroporen nur lokal eine
schnellere Neubildung erlauben. Fünf Bodenklassen sind bodenphysikalisch
untersucht worden: Pfannen und Vleis, Rote und Braune Böden, Dünensande,
Böden mit äolischem Einfluß und Kalkkrusten. Äolische
Sand sind am vielversprechendsten für die Entwicklung von direkter
Neubildung über die Matrix. Alle Bodenklassen tragen zur indirekten
Neubildung bei, da sie -lokal allerdings sehr begrenzt- zum oberflächlichen
Abfluß beitragen. Durch die Interpretation von Grundwasserganglinien
und hydrochemischer Daten ist die Neubildungserscheinung bestätigt
worden. Die dominanten hydrochemischen Prozesse in der Kalahari stehen
im Zusammenhang mit dem Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, der Mischung
mit stärker mineralisierten Wässern (im zentralen Einzugsgebiet
sulfatreich, am Rand eher chloridreich) und der Entwicklung von Natriumhydrogenkarbonatwässern
(häufig durch Feldspatverwitterung). Die zeitlichen Variationen
der hydrochemischen Parameter in flachen Grundwasser spiegeln nicht
nur die Neubildungsmenge, sondern auch die Neubildungsbedingungen wider;
in relative niederschlagsreichen Jahren steigt der Hydrogenkarbonatgehalt
deutlich an in folge der üppigeren Vegetation. Die inverse Bestimmung
der Grundwasserneubildung mit der Chloridbilanzmethode ergibt Neubildungswerte
zwischen 0,2 und 100 mm/a. Die geringsten Werte treten dabei in Kalahari-Lockersedminet
bedeckten Bereichen auf, die größten Werte treten im Otavi-Gebiet
auf. Die Verteilung der Neubildung innerhalb des Arbeitsgebiets ist
sehr komplex. Die Regionalisierung erfolgte mit einem fernerkundlichen
und einem hydrochemischen Ansatz. Die Ergebnisse liegen für den
hydrochemischen Ansatz bei 1,39 m/a und der fernerkundliche Ansatz gibt
eine einzugsgebietsweite Neubildung von 0,89 (Minimumansatz) bis 4,53
mm/a (Maximumansatz). Ein vereinfachtes Grundwasserströmungsmodell
bestätigt die Ergebnisse der hydrochemischen Regionalisierung und
des minimalen fernerkundlichen Ansatzes. Daraus ergibt sich abschließend
eine Gebietsneubildung von ca. 1 mm/a für das Arbeitsgebiet.
Veröffentlichung auf: englisch, english
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