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| Heft-Nr. 34 (Im Druck:
2005) |
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Zusammenfassung
Heft 34:
Ursprung und Dynamik des Grundwassers im nordwestlichen
Chaco in Südamerika
Ronald C. Pasig
Kurzfassung: Der "Gran Chaco Americano" ist eines der
größten Ökosysteme des südamerikanischen Kontinents.
Die Arbeit konzentrierte sich auf seinen nordwestlichen Teil, den Chaco
Tarijeño im Südosten von Bolivien und dem Westteil des paraguayischen
Chacos. Die Gesamtfläche beträgt rund 70.000 km2, von der
etwa 80% auf der paraguayischen Seite und 20% auf der bolivianischen
Seite liegen. Im Arbeitsgebiet herrscht semiarides Klima mit einer mittleren
Jahrestemperatur von 25°C und einer durchschnittlichen Niederschlagsrate
von 700 mm pro Jahr. Der einzige, ganzjährig wasserführende
Fluss ist der Río Pilcomayo. Er durchquert das Arbeitsgebiet
vom Nordwesten nach Südosten und bildet zwi-schen der Militärstation
Ibibobo in Bolivien und dem Río Paraguay im zentralen Paraguay
einen großen Schwemmfächer von etwa 200.000 km2.
Der wichtigste, die ökonomische Entwicklung dieses Gebiets limitierende
Faktor sind die begrenzten Süßwasserressourcen. Es gibt wenig
und dazu jahreszeitlich begrenzt Oberflächenwasser in der Nähe
von Fluss- und Bachläufen. Die im westlichen Teil von Paraguay
knappen Grundwasserressourcen sind noch nicht einmal ausreichend erkundet.
Um das hydrogeologische Basiswissen und die angewandten hydrologischen
Kenntnisse zu erweitern, wurden die Ergebnisse internationaler Entwicklungsprojekte
in der Doktorarbeit "Ursprung und Dynamik des Grundwassers im nordwestlichen
Chaco in Südamerika (Chaco Tarijeño und westlicher Chaco
Paraguayo)" ausgearbeitet. Isotopenhydrologische und hydrochemische
Analysen lieferten Angaben zum Ursprung und Alter der Grundwässer
und erlaubten Abschätzungen zur Grundwasserdynamik in der Gegenwart
und der paläoklimatisch gesehen feuchteren Vergangenheit. Vergleichbare
Ergebnisse lieferten geohydraulische Abschätzungen. Das Wasserbilanzmodell
MODBIL (Udluft, 2000 ff) wurde eingesetzt, um ergänzende und methodisch
unabhängige Raten der Grundwasserneubildung, Evapotranspiration
bzw. des Oberflächen- und Zwischenabflusses zu erhalten. Die Synopsis
aller dieser methodisch unterschiedlichen, sich gegenseitig stützenden
Ergebnisse, erlaubte schließlich die Erstellung einer zuverlässigen
Grundwasserbilanz des gesamten Arbeitsgebiets. Außerdem lieferte
die Vielfalt der methodischen Ansätze und Ergebnisse eine gesicherte
Grundlage, um einen Beitrag zur Versalzungsproblematik im zentralen
Chaco Paraguayo liefern zu können.
Veröffentlichung auf: spanisch
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