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Kurzfassung
Heft 9:
Zur Hydrogeologie der Insel Teneriffa unter besonderer
Berücksichtigung der Isotopenhydrogeologie
Jürgen Hoppe
Kurzfassung: Teneriffa, die größte Insel des Kanarischen Archipels,
befindet sich ca. 300 km westlich des afrikanischen Kontinents und 400
km nördlich des Wendekreises des Krebses. Klimatisch ist die unter Einfluß
der Passatwinde stehende Insel in zwei extreme Hälften geteilt. Im Norden
können bis zu 1000 mm/a Niederschläge fallen, während im Süden aride Verhältnisse
herrschen. Geologisch und hydrogeologisch ist die Insel von einem Struktursystem
beeinflußt, das in 120 - Winkeln vom Komplex Teide- Pico Viejo divergiert
und als Hauptaufstiegsbahn der Magmen diente. Aufgrund der Zunahme der
Gangdichte zum Zentrum hin ist dieses Struktursystem auch für die hydrogeologische
Situation ausschlaggebend. Die in früheren Arbeiten entwickelte Modellvorstellung
zeigte ein zusammenhängendes Aquifersystem für die Insel. Neuere Untersuchungen
bewiesen aber eine Zonierung dieses Aquifers mit deutlich unterschiedlichen
Permeabilitäten und Speicherkoeffizienten.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden wasserchemische Analysen durchgeführt und
isotopenhydrologische Profile angefertigt, um zum einen regionale Unterschiede
im Verhalten des Aquifers festzustellen, zum anderen Aussagen über die
Infiltrationsgebiete der erschlossenen Grundwasservorkommen machen zu
können. Es zeigte sich, daß die Grundwasserneubildungsrate auf der Nordseite
der Insel fast unmittelbar auf dem Deckgebirge aufliegen, während die
im Süden erschlossenen Galerien ihre Wässer aus weiter entfernten und
höher liegenden Gebieten erhalten. Gleichzeitig ergaben die Temperaturberechnungen
und die Bestimmung des Alters der Wässer Fließgeschwindigkeiten und Durchlässigkeitsbeiwerte,
die diese Untersuchungen bestätigten.
Veröffentlichung auf: deutsch
13.- € Heft
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